Geschichte - Tag 16
Als die Uhrmacherin die drei Teile des Zeigers zusammensetzen will, wird ihre Freude schnell getrübt. „Die Achse ist viel zu schwach“, murmelt sie. „Damit würde der Zeiger bei der ersten Bewegung wieder brechen.“ Sie sucht eine Weile in ihrem Koffer, findet aber keinen Ersatz. Erst Jara entdeckt im Werkzeugkoffer ein kleines Stück Stahl. „Das hier müsste auf jeden Fall halten“, freut sich die Uhrmacherin. „Perfekt! Damit verbinden wir alles“. Sie bohrt ein kleines Loch durch den Kupferstab, schiebt die neue Achse hindurch und fixiert sie mit zwei kleinen Schrauben. Dann lötet sie die Spitze daran. Das Metall zischt, kühlt ab und als sie den fertigen Zeiger hochhält, glänzt er strahlend im Licht. „So wird er bestimmt halten!“, ruft Jara.
„Dann setzen wir ihn schnell ein!“, meint Vedi entschlossen. „Noch nicht. Erst prüfen wir ihn. Wenn der Zeiger bricht, reißt er das ganze Uhrwerk mit sich.“ Sie beugt sich über den Tisch, überprüft jede Schraube, jede Fuge. Dann nickt sie. „Jetzt können wir es wagen.“ Sie klettert über eine kleine Leiter hinauf bis zur Mitte der riesigen Uhr. „Haltet ihn gut fest!“, ruft sie nach unten. Vedi und Jara stemmen sich gegen das untere Ende des Zeigers. Mit ruhiger Hand führt die Uhrmacherin das neue Stück in die Halterung ein. Es klickt – einmal, dann ein zweites Mal – und die Mechanik greift. „Geschafft!“, sagt die Uhrmacherin erleichtert.
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