Was bisher geschah

1. Türchen

„Vedi! Post für uns!“ Jara hüpft fröhlich durch das Zimmer, während Vedi den Absender sofort erkennt. „An Vedi und Jara – ganz dringend!“ Darunter ein dicker, roter Stempel: „Vom Weihnachtsmann persönlich“. „Ohooo!“, strahlt Jara. „Vom Weihnachtsmann höchstpersönlich?! Lies schnell vor!“ Vedi räuspert sich und beginnt zu lesen:

„Liebe Freunde, ich brauche eure Hilfe! Ich komme mit den Weihnachtsvorbereitungen dieses Jahr überhaupt nicht hinterher! Noch nie war die Zeit so knapp. Könnt ihr mir bitte helfen?“

„Das klingt ernst“, sagt Vedi. „Und aufregend!“, freut sich Jara. „Na dann los!!“, ruft Vedi.

Sie rennen auf den Dachboden, wo die geheimnisvolle Kiste bereits auf sie wartet. Vedi drückt den Knopf mit dem Ball-Symbol – ein vertrautes Leuchten breitet sich aus, und im nächsten Moment sausen sie in die bunte, verrückte Welt der Spielzeuge.

Im Vorbereitungssaal für die Weihnachtsgeschenke herrscht reges Treiben. Am Ende des Saales bleibt Jara verwundert stehen: „Vedi… siehst du das?“ Dort steht der Weihnachtsmann. In der einen Hand hält er Geschenkpapier, in der anderen... ein Schokoladenei mit Schleife. „Ähm… Weihnachtsmann?“, ruft Vedi. „Du willst Hilfe bei den Weihnachtsvorbereitungen, oder?“ „Ja, ganz dringend! Ich muss noch soooo viele Eier einpacken!“, ruft er. Jara stutzt. „Aber das sind doch Ostereier…?“ „Quatsch!“ Der Weihnachtsmann lacht und klebt noch eine Schleife mit Häschen drauf.

Ein animierter Brief des Weihnachtsmanns an Vedi und Jara



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2. Türchen

Vedi runzelt die Stirn. „Irgendwas läuft hier ganz und gar nicht richtig...“

„Also“, beginnt Jara vorsichtig, „es ist Dezember. Und du brauchst Hilfe bei den Weihnachtsvorbereitungen, oder?“

„Ganz genau!“, ruft der Weihnachtsmann und kramt in einer Kiste. „... eine Karotte? Und die willst du jetzt aufhängen?“, fragt Vedi schmunzelnd. „Natürlich! Wie jedes Jahr muss der Baum geschmückt werden!“, lacht der Weihnachtsmann, während er die Karotte munter an den Weihnachtsbaum hängt. „Okay...“ Jara beugt sich zu Vedi. „Was ist denn mit dem los?“ „Vielleicht ist er nur durcheinander?“, flüstert er zurück.

„Ich glaub, der braucht dringend unsere Hilfe. Und zwar nicht nur bei den Geschenken“, murmelt Jara.

Vedi nickt: „Wenn das so weitergeht, findet dieses Jahr jeder ein gekochtes Ei unter dem Weihnachtsbaum.“ Beide beschließen, ihren gemeinsamen Freund, das Skateboard, zu suchen. „Vielleicht weiß es ja, was mit dem Weihnachtsmann nicht stimmt!“ Während sich die beiden auf den Weg machen, passieren bereits weitere komische Dinge…

Der Weihnachtsmann jongliert mit Schoko-Eiern (animiert).



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3. Türchen

„Da ist der Stelzenläufer!“, ruft Jara und deutet auf das hohe, wackelige Wesen, das durch die Straßen schlendert. „Jara, siehst du das auch? Ich glaub, ich sehe nicht richtig. Der Stelzenläufer läuft auf seinen Händen?“

Als die beiden den Stelzenläufer darauf ansprechen, ist dieser verwundert: „Ich laufe doch immer so, seht her!“, ruft er fröhlich und führt ein paar Kunststücke vor. Doch so richtig wollen sie ihm nicht gelingen. „Bei den langen Armen auch kein Wunder!“, entgegnet er. „Er meint wohl Beine!“, murmelt Vedi in Jaras Richtung und fügt hinzu: „Drehen hier jetzt alle durch?“

„Komm weiter, wir wollten doch das Skateboard suchen. Vielleicht weiß es ja, was hier verrückt spielt!“, schlägt Jara mit einem Lächeln im Gesicht vor. „Ein bisschen seltsam finde ich das alles schon.“

Aus der Ferne hören Jara und Vedi eine bekannte Stimme. Doch so richtig verstehen können sie die Worte nicht…

Ein Stelzenläufer, der auf den Händen läuft (animiert).



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4. Türchen

„dies ad rhi ssad ,nöhcS !araJ yeh ,ideV yeH!“, ruft das Skateboard vergnügt. Vedi und Jara verstehen kein Wort. „Was meinst du? Noch mal ganz langsam…“, sagt Vedi zum Skateboard. „dies ad rhi ssad ,nöhcS !araJ yeh ,ideV yeH!“, wiederholt das Skateboard und sieht die beiden freudig fragend an.

„Ist deine Zunge verknotet? Müssen wir uns ernste Gedanken machen?“, fragt der kleine Ball seinen Freund. „?neknadeG etsnre nned muraW“, antwortet das Skateboard. Während Vedi seinen Freund immer noch fragend ansieht, beginnt Jara angestrengt nachzudenken. 

„Er hat ‚Warum denn ernste Gedanken?‘, gesagt. Er redet offensichtlich rückwärts!“, dämmert es ihr. „Hier läuft ja wirklich alles falsch!“, sagt Vedi und zuckt mit den Schultern. „Wir brauchen dringend Hilfe. Komm, wir schauen mal, ob wir jemanden finden, der noch halbwegs normal ist!” Doch ehe sie sich auf den Weg machen, vernehmen sie eine bekannte Stimme aus der Ferne.

Ein animiertes Skateboard mit einer Sprachblase. Das Skateboard spricht rückwärts.



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5. Türchen

Einen kurzen Augenblick später kommt der Weihnachtsmann um’s Eck und wendet sich aufgeregt an die beiden kleinen Bälle. „Ah ihr zwei, da seid ihr ja! Zum Glück! Ich… äh… brauche eure Hilfe bei einer klitzekleinen … äh … Kleinigkeit.“ „Wenn es wieder um Ostereier geht, bin ich raus“, murmelt Vedi und rollt mit den Augen.

Der Weihnachtsmann schiebt nervös seinen Gürtel zurecht und schaut sich um, als wolle er sicherstellen, dass niemand zuhört. „Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll… Also… ich glaube, ich weiß, warum alles durcheinander ist.“ „Na endlich!“, ruft Jara. „Dann rück mit der Sprache raus!“

Der Weihnachtsmann holt tief Luft und beginnt mit seiner Erklärung. „Es gibt einen Ort, den fast niemand kennt. Unter der Spielzeugwelt, ganz tief unten, schlägt eine besondere Uhr. Wir nennen sie „das Herz der Zeit“. Sie sorgt dafür, dass hier alles im richtigen Rhythmus bleibt – Jahreszeiten, Feste, Abläufe. All das regelt das ‚Herz der Zeit!‘“ Vedi und Jara bekommen leuchtende Augen.

Der bunte Ball Vedi hüpft auf der Hand des Weihnachstmanns.



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6. Türchen

„Eine Uhr, die die Zeit für die ganze Spielzeugwelt bestimmt?“ Jara staunt. „Das klingt ziemlich wichtig!“ „Und ziemlich gefährlich, wie wir sehen“, fügt Vedi aufgeregt hinzu. „Und was ist mit der Uhr passiert?“, fragt Jara den Weihnachtsmann. „Früher hat sich eine Uhrmacherin darum gekümmert“, erzählt er leise. „Sie hat das Herz regelmäßig geölt, die Zahnräder repariert und sogar das Ticken regelmäßig überprüft.“

„Früher?“, hakt Vedi nach. „Und wer kümmert sich nun darum?“ Der Weihnachtsmann senkt den Kopf. „Bis jetzt hatten wir Glück. Die Uhr hat uns bisher noch nie im Stich gelassen. „Aber nun scheint hier ganz und gar nichts mehr zu funktionieren. Wir müssen etwas unternehmen. Helft ihr mir dabei?“, fragt der Weihnachtsmann und wirkt dabei fast ein wenig reumütig. „Und was ist mit der Uhrmacherin?“, will Jara wissen.

„Nun, vor einigen Jahren ist sie plötzlich verschwunden. Und keiner weiß so richtig, warum…“, erklärt er den beiden Bällen. Vedi sieht Jara an und merkt sofort, dass sie dem Weihnachtsmann nicht so richtig glauben kann. Vedi sieht das ganz genauso: Niemand verschwindet plötzlich und ohne Grund. Nichtsdestotrotz sind beide entschlossen: „Dann müssen wir jetzt zum Herz der Zeit und nachsehen, was kaputt ist!“ Der Weihnachtsmann führt die beiden Freunde zur Kiste, über die sie auch auf den Dachboden in ihrem Zuhause gelangen.

Die beiden Bälle Vedi und Jara vor der leuchtenden Kiste in die Spielzeugwelt.



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7. Türchen

Vedi beginnt zu grübeln und dann platzt es auch schon aus ihm heraus: „Dafür ist der Knopf mit der Uhr da! Ich hab mich letztes Mal schon gefragt, wo der einen wohl hinführt!“. Der Weihnachtsmann muss schmunzeln: „Ich hätte eigentlich wissen müssen, dass euch beiden aufmerksamen Bällen der Knopf nicht entgeht!“ Als sie den Knopf in der Kiste drücken, beginnt eine bekannte Melodie zu spielen und schon einen kurzen Augenblick später kommen Jara und Vedi aus dem Staunen nicht mehr heraus.

„Wooow, das ist ja eine beeindruckende Uhr. So mächtig und irgendwie auch geheimnisvoll!“, staunt Jara. Der Weihnachtsmann nickt ernst. „Ja, das ist sie wirklich. Ich habe gehofft, sie würde sich von selbst wieder einpendeln. Aber seit ein paar Tagen passiert nur noch Unsinn. Irgendetwas muss – äh – kaputt gegangen sein.“

Zu dritt sehen sie sich die Uhr etwas genauer an. „Oh nein…“, dämmert es Jara langsam und sie deutet auf den großen Zeiger. „Ähm, der läuft doch rückwärts?“ Der Weihnachtsmann ist entsetzt. „Wenn die Zeit rückwärtsläuft, ist auch das Weihnachtsfest in Gefahr. Und es ist doch schon fast alles vorbereitet!“ „Dann wird’s Zeit, dass wir schleunigst etwas unternehmen!“, sagt Vedi augenzwinkernd. „Im doppelten Sinne."

Das Herz der Zeit, eine große Standuhr mit sehr vielen Zahnrädern.



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8. Türchen

„Vielleicht können wir den Zeiger einfach wieder richtig anschubsen!“, schlägt Vedi vor und blickt auf das gigantische Uhrwerk, das vor ihnen pulsiert wie ein lebendiges Herz. Die Zahnräder klacken und ein tiefes Summen liegt in der Luft. „Wenn der Zeiger wieder vorwärtsläuft, ist bestimmt alles normal!“

„Bist du sicher, dass das eine gute Idee ist?“, fragt Jara vorsichtig. Auch der Weihnachtsmann zupft nervös an seinem Bart. „Vorsicht, das Herz der Zeit ist sehr empfindlich. Wenn man es zu grob anfasst, kann alles noch schlimmer werden!“

Doch Vedi ist entschlossen: „Ich bin ganz vorsichtig, versprochen!“ Mutig hüpft er auf die Zeigerkappe in der Mitte der Uhr und beobachtet das Uhrwerk einen kurzen Moment. Mit angehaltenem Atem legt er seine Hand auf den glänzenden Zeiger und schiebt ihn sanft an. “Gleich läuft die Zeit wieder richtig!”, ruft er stolz. Noch im selben Moment erklingt ein unschönes *Knacks*: Der Zeiger reißt in der Mitte ab und fällt klirrend auf den Boden…

Der bunte Ball Vedi versucht den Zeiger der großen Uhr zu richten. Dabei bricht dieser ab (animiert).



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9. Türchen

„Ich wollte doch nur helfen!“, sagt Vedi kleinlaut und blickt auf das abgebrochene Stück. „Jetzt hab‘ ich alles noch schlimmer gemacht, das Herz schlägt ganz unregelmäßig!“ Jara legt ihm sanft ihre Hand auf die Schulter. „Schon gut, Vedi. Wir kriegen das wieder hin. Aber du hast recht, das Herz wirkt echt so, als wäre es aus dem Takt geraten.“

 „Was machen wir denn jetzt?“, stammelt Vedi und überlegt fieberhaft, wie sie die Uhr wieder zum Laufen bringen können. „Ich habe in meiner Werkstatt einen neuen Super-Kleber, falls mir mal etwas zerbricht!“, sprudelt es aus dem Weihnachtsmann heraus.

„Na dann nichts wie los!“ ruft Jara und drückt den großen Knopf, mit dem sie zurück nach oben in die Spielzeugwelt gelangen. Als sie dort ankommen, ist es still - unheimlich still.

„Was… was ist denn hier passiert?“, murmelt Jara erschrocken. Ihr Blick fällt auf den Stelzenläufer. Er steht regungslos da, in einer verrenkten Handstand-Pose – fast wie eingefroren. Auch das Skateboard ist erstarrt und plappert nicht wie sonst sofort drauf los.

Die beiden Bälle Jara und Vedi springen auf dem Skateboard bzw. der Hand des Stelzenläufers (animiert).



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10. Türchen

„Oh Nein, was hab‘ ich nur angestellt!“, seufzt Vedi und senkt den Kopf. „Keine Sorge, kleiner Ball. Das kriegen wir zusammen wieder hin!“, tröstet ihn der Weihnachtsmann. In Windeseile holt er den Super-Kleber aus seiner Werkstatt und hetzt mit Jara und Vedi zurück in die Zeitkammer. 

Sofort hebt Vedi den zerbrochenen Zeiger auf und hält die beiden Seiten aneinander. Seine Freundin Jara öffnet vorsichtig die Tube mit dem Kleber. „Vorsichtig, Jara!“, mahnt der Weihnachtsmann. „Der Kleber ist wirklich stark. Pass auf, dass du nicht selbst am Zeiger kleben bleibst!“. Mit ruhiger Hand lässt Jara einige Tropfen Kleber über die Bruchstelle laufen und blickt Vedi und den Weihnachtsmann hoffnungsvoll an. 

Vorsichtig pusten sie, bis der Kleber trocken ist. „Ich glaube, es hält! Vedi, kletterst du hoch? Wir halten den Zeiger und reichen dir das Ende hoch?“, fragt der Weihnachtsmann. Der kleine bunte Ball will seinen Fehler unbedingt wieder gutmachen und hüpft auf die Uhr. Doch als der Weihnachtsmann und Jara zusammen den Zeiger anheben, zerbricht er an einer anderen Stelle erneut… „Das ist wie verhext! So kommen wir nicht weiter. Du hattest doch von der Uhrmacherin erzählt? Weißt du, wie wir sie finden können?“, fragt Vedi den Weihnachtsmann mit hoffnungsvollem Blick.

Jara versucht den kaputten Zeiger der Uhr mit einer Kleber aus einer Tube zu reparieren.



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11. Türchen

„Ich kann euch leider nicht helfen. Die Uhrmacherin hat damals niemandem gesagt, wo sie hin ist“, entgegnet der Weihnachtsmann mit trauriger Stimme. „Dann suchen wir sie!“, ruft Jara entschlossen. „Irgendwo muss es doch einen Hinweis geben.“ „Vielleicht hier“, murmelt Vedi und leuchtet mit einer kleinen Lampe in eine dunkle Ecke. Zwischen Zahnrädern und alten Notizbüchern entdeckt er eine kleine Schatulle.

Neugierig öffnet er sie. Darin liegt ein zusammengefaltetes Stück Papier, darauf fein gezeichnete Linien – Koordinaten! Und in der Ecke: ein winziges Uhren-Symbol. „Das ist dasselbe Symbol wie in der Kiste!“, ruft Jara begeistert. „Scha-scha-schafft ihr d-d-das alleine?“, stammelt der Weihnachtsmann etwas verlegen. „Ich muss ja noch – äh – Ge-geschenke einpacken!“

„Ja klar, oder?“, sagt Vedi und Jara ist einverstanden. Als sich die beiden auf den Weg machen, um den Koordinaten zu folgen, meint Jara: „Irgendwie verhält sich der Weihnachtsmann komisch. Meinst du, er verschweigt uns etwas?“ „Irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Aber jetzt müssen wir uns erst einmal um das Herz der Zeit kümmern!“, entgegnet Vedi. „Die Zeit läuft… oder besser gesagt: Sie läuft uns davon.“

Die beiden Bälle Vedi und Jara sind in einem dunklen Raum, Vedi leuchtet mit einer Lampe in ein Regal.



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12. Türchen

Vedi und Jara folgen den geheimnisvollen Koordinaten, die auf dem Papier notiert sind. Sie führen sie weit hinaus aus der bunten, lauten Spielzeugwelt – vorbei an weißen Schneehügeln, über vereiste Brücken und durch einen immer dichter werdenden Wald. Die Stille ist fast unheimlich. Nur das leise Knirschen des Schnees begleitet sie.

„Bist du sicher, dass wir richtig sind?“, fragt Jara zögernd, als der Weg immer schmaler wird. „Ganz sicher!“, antwortet Vedi entschlossen. „Da vorne – siehst du den Rauch? Das ist bestimmt ein Kamin!“ Tatsächlich steigt zwischen den Tannen eine dünne Rauchfahne auf. Und kurz darauf entdecken sie ein kleines Häuschen…

Vorsichtig klopfen sie an die Tür. Erst passiert nichts, dann öffnet sich die Tür langsam um einen kleinen Spalt. Eine Frau mit wirrem Haar, ölverschmierten Fingern und einem sanften, müden Lächeln blickt sie an. „Was… wollt ihr denn hier draußen? Ist euch nicht kalt?“, fragt sie erstaunt. Ihre Augen bleiben an Vedi und Jara hängen: „Ihr seid ja zwei Bälle! Ihr kommt aus der Spielzeugwelt, nicht wahr?“

„Ja! Wir heißen Vedi und Jara“, ruft Jara erleichtert. „Wir suchen dringend die Uhrmacherin! Das Herz der Zeit ist durcheinander, und ohne sie… bricht dort alles zusammen.“ Die Frau senkt den Blick: „Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird. Die Uhrmacherin, das bin ich.“ Sie wischt sich ihre Hände an einem Tuch ab und öffnet die Tür nun ganz. "Kommt erst mal rein!"

Die beiden Bälle Jara und Vedi hüpfen auf das hell erleuchtete, verschneite Haus der Uhrmacherin zu.



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13. Türchen

„Ich weiß nicht, ob ich euch helfen kann. Das hat mich damals zu sehr verletzt!“, beginnt sie unsicher. „Es hat sich in all den Jahren noch nicht einmal jemand bei mir entschuldigt. Und jetzt braucht ihr meine Hilfe.“ „Aber was ist denn passiert, Frau Uhrmacherin? Wir wissen nur, dass du irgendwann plötzlich verschwunden bist. Aber das konnten wir auch nicht richtig glauben, stimmt’s Vedi?“, fragt Jara mit warmer Stimme. Vedi nickt.

Die Uhrmacherin seufzt. „Ich habe mir geschworen, nie wieder zurückzukehren.“ Für einen Moment schweigt die Uhrmacherin und nur das Ticken vieler kleiner und großer Uhren in allen Farben und Formen ist zu hören.

Die Uhrmacherin beginnt, ihre Geschichte zu erzählen: „Ich bin nicht einfach so verschwunden. Ich habe mich lange Zeit um das ‚Herz der Zeit‘ gekümmert und es immer wieder stabilisiert, wenn es einmal aus dem Takt geraten ist. Eines Tages wollten die Helfer des Weihnachtsmannes mehr – sie wollten, dass ich die Uhr immer weiter zurückstelle, damit sie mehr Zeit für die Vorbereitungen haben. Das konnte ich nicht tun. Die Uhr ist dafür nicht gemacht. Dann haben sie die Uhr selbst verstellt. Als sie dann ganz aus dem Rhythmus kam, haben sie mir die Schuld gegeben. Ich war die Lügnerin, die Verantwortliche. Obwohl ich die Uhr sogar wieder reparieren konnte. Also bin ich gegangen. Das hat mich sehr traurig gemacht.“ Vedi und Jara blicken die Uhrmacherin voller Mitgefühl an.

Die Uhrmacherin steht vor einer Wand mit vielen Uhren in allen möglichen Größen und Formen.



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14. Türchen

„Bitte“, sagt Vedi leise. „Gib der Spielzeugwelt noch eine Chance. Diesmal wird keiner ungerecht zu dir sein – ich kümmere mich höchstpersönlich darum.“

Langsam richtet sich die Uhrmacherin auf. Ein entschlossener Glanz blitzt in ihren Augen auf. „Na schön“, sagt sie schließlich. „Ich helfe euch. Aber ich mache das nicht für den Weihnachtsmann. Ich tue es für euch – und für das Herz der Zeit.” 

Jara lächelt erleichtert. „Das ist alles, was zählt.“ „Dann los“, sagt die Uhrmacherin und greift nach ihrem Werkzeugkoffer. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück zur Zeitkammer.

„Da wurde wirklich zu viel dran herumgepfuscht“, murmelt die Uhrmacherin, als sie das Herz der Zeit betrachtet. „Aber sie läuft noch. Wir sind noch nicht zu spät.“ „Wir brauchen dringend einen neuen Zeiger“, erklärt die Uhrmacherin. „Einen, der stark genug ist, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Und wir brauchen drei Teile!“ “Puh und wo sollen wir jetzt so schnell neue Teile finden?”, fragt Vedi schulterzuckend.

Die Uhrmacherin steht neben ihrer prall gefüllten Werkzeugkiste.



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15. Türchen

„Das ist gar nicht so schwer! Wir brauchen ein leichtes, aber stabiles Grundstück für den Körper, eine präzise Spitze und eine feste Achse“, sagt die Uhrmacherin und leert den Werkzeugkoffer auf dem Boden aus. Dort liegen nun ein paar alte Teile – ein verbogener Kupferstab, eine gebrochene Stahlachse, mehrere kleine Zahnräder und eine verschrammte Halterung. „Nicht viel“, murmelt sie. „Aber vielleicht genug.“

Sie legt die Teile auf den Tisch und mustert sie sorgfältig. „Der Kupferstab taugt als Grundkörper. Er ist leicht und lässt sich gut bearbeiten. Aber die Achse… die ist unbrauchbar.” Jara betrachtet das krumme Stück. „Können wir sie nicht einfach kürzen?“ „Genau das tun wir“, sagt die Uhrmacherin, „reichst du mir die kleine Metallsäge?“ Mit geübten Bewegungen trennt sie das Ende ab, glättet die Kante und prüft den Winkel mit einem winzigen Lineal.

„Hier, das könnte als Ersatzspitze funktionieren“, ruft Vedi und reicht ihr ein dünnes Stück Messing, das er in einer Ecke entdeckt hat. Die Uhrmacherin nickt anerkennend: „Guter Fund!” Sie legt das Messingstück auf den Tisch, erhitzt es leicht mit einer Lötlampe und hämmert es vorsichtig in Form. „Da haben wir‘s!“, freut sich die Uhrmacherin – nichtsahnend, dass sie gleich vor einem neuen Problem stehen werden.

Die beiden Bälle Vedi und Jara stehen neben der Werkzeugkiste der Uhrmacherin und sammeln Ersatzteile.



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16. Türchen

Als die Uhrmacherin die drei Teile des Zeigers zusammensetzen will, wird ihre Freude schnell getrübt. „Die Achse ist viel zu schwach“, murmelt sie. „Damit würde der Zeiger bei der ersten Bewegung wieder brechen.“ Sie sucht eine Weile in ihrem Koffer, findet aber keinen Ersatz. Erst Jara entdeckt im Werkzeugkoffer ein kleines Stück Stahl. „Das hier müsste auf jeden Fall halten“, freut sich die Uhrmacherin. „Perfekt! Damit verbinden wir alles“. Sie bohrt ein kleines Loch durch den Kupferstab, schiebt die neue Achse hindurch und fixiert sie mit zwei kleinen Schrauben. Dann lötet sie die Spitze daran. Das Metall zischt, kühlt ab und als sie den fertigen Zeiger hochhält, glänzt er strahlend im Licht. „So wird er bestimmt halten!“, ruft Jara.

„Dann setzen wir ihn schnell ein!“, meint Vedi entschlossen. „Noch nicht. Erst prüfen wir ihn. Wenn der Zeiger bricht, reißt er das ganze Uhrwerk mit sich.“ Sie beugt sich über den Tisch, überprüft jede Schraube, jede Fuge. Dann nickt sie. „Jetzt können wir es wagen.“ Sie klettert über eine kleine Leiter hinauf bis zur Mitte der riesigen Uhr. „Haltet ihn gut fest!“, ruft sie nach unten. Vedi und Jara stemmen sich gegen das untere Ende des Zeigers. Mit ruhiger Hand führt die Uhrmacherin das neue Stück in die Halterung ein. Es klickt – einmal, dann ein zweites Mal – und die Mechanik greift. „Geschafft!“, sagt die Uhrmacherin erleichtert.

Das große Zifferblatt des Herz der Zeit, in dem sich die Zeiger wieder drehen (animiert).



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17. Türchen

„Los, wir sehen gleich nach, ob sich oben wieder alles beruhigt hat!“, schlägt Vedi vor. Jara nickt. „Das schafft ihr ohne mich, oder? Ich habe heute noch einen Auftrag. Das Herz der Zeit ist schließlich nicht die einzige Uhr, die ab und zu unregelmäßig tickt! In meiner Werkstatt habe ich noch ein anderes Projekt“, sagt die Uhrmacherin augenzwinkernd.

Zurück im oberen Bereich der Spielzeugwelt sieht alles wieder normal aus. Der Stelzenläufer reckt sich und gähnt. „Hab‘ ich etwa geschlafen?“, fragt er verwirrt. Auch das Skateboard begrüßt die beiden: „Hey ihr zwei! Schön euch zu sehen!“

„Es hat geklappt!“, ruft Vedi jubelnd. Jara nickt, aber ihre Aufmerksamkeit wird vom Weihnachtsmann abgelenkt, der unruhig hin- und herrennt. Überall fliegen Geschenkpapierfetzen durch die Luft. „Ich muss fertig werden! Die Zeit läuft, die Zeit läuft!“, ruft er und verheddert sich in einem Band.

Dann fällt ihm auch noch eine Kiste mit Schleifen herunter. Er wirkt fahrig, sammelt sie hastig ein und verschwindet dann mit den Worten: „Ich muss schnell etwas erledigen!“ Jara runzelt die Stirn: „Hast du das gesehen?“ „Ja.“, sagt Vedi leise. „Er scheint immer noch durcheinander zu sein! Aber das legt sich bestimmt bald!” Ob Vedi recht behalten wird?

Der Weihnachtsmann schlägt die Hände vor's Gesicht und ruft: Die Zeit rennt!



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18. Türchen

Während Vedi und Jara eifrig Geschenke verpacken, merken sie, dass wieder etwas nicht stimmt: Alles bewegt sich auf einmal rasend schnell. Der Stelzenläufer hüpft mit großer Geschwindigkeit durch die Gegend, die Zuckerwatte-Maschine spuckt Berge von Watte aus und das Skateboard überschlägt sich beinahe.

„Denkst du auch, was ich denke, Vedi?“, fragt Jara ihren Freund. „Ich befürchte schon…“, entgegnet er. Die beiden Bälle verstehen sich blind und sind kurze Zeit später zurück in der Kammer mit dem Herz der Zeit.

„Oh nein, das Herz läuft ja im Turbomodus!“, ruft Jara. „Wenn wir nicht schnell etwas unternehmen, überschlägt es sich noch.“ Im Handumdrehen holen sie die Uhrmacherin zurück. „Hoffentlich ist es noch nicht zu spät!“, sagt sie aufgeregt. Vorsichtig öffnet sie die Uhr. Darin verbirgt sich ein großer Hebel. „Das ist der Notstopp. Wenn ich ihn aktiviere, friert die gesamte Spielzeugwelt ein – nur die Kammer bleibt aktiv.“ „Und dann?“, fragt Jara aufgeregt. „Dann haben wir etwas Zeit, um den Schaden zu reparieren.“

Sie zieht den Hebel und das Uhrwerk stoppt schlagartig. „Draußen steht jetzt alles still. Aber wir müssen uns beeilen, der Notknopf darf nicht zu lange aktiviert bleiben – sonst bleibt das Herz für immer stehen. Aber ich glaube, hier haben wir das Problem schon gefunden…“, sagt die Uhrmacherin optimistisch zu den beiden kleinen Bällen.

Die Uhrmacherin versucht vorsichtig die Uhr zu reparieren.



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19. Türchen

Sie kniet sich neben ein herabgefallenes Zahnrad und prüft es. „Das hier bekommen wir hin“, murmelt sie. „Zum Glück ist nur der Riemen, der das Zahnrad hält, gerissen. Das Leder ist zu alt.” Zusammen durchsuchen sie hektisch den kleinen Werkzeugkoffer. „Hier ist keiner, der passt.“, seufzt Vedi. Die Uhrmacherin schüttelt den Kopf. „Das dachte ich mir. Wir brauchen Material, das flexibel und stark ist. Leder, Gummi, irgendetwas, das den Zug aushält.“

Vedi denkt kurz nach. „Der Weihnachtsmann!“, ruft er plötzlich. „Er hat immer Ersatz-Zügel für seine Rentiere. Dickes Leder, das müsste doch funktionieren!“ „Das könnte gehen“, sagt die Uhrmacherin und richtet sich auf. „Aber beeil dich. Der Notstopp hält nicht ewig – das Herz darf nicht zu lange stillstehen.“ Vedi nickt entschlossen. „Ich hol sie. Und ihr bleibt hier und bereitet alles vor.“ „Sei vorsichtig“, ruft Jara ihm nach. Doch Vedi ist schon in die Kiste gesprungen und erreicht einen kurzen Moment später die Weihnachtswerkstatt.

Er weiß genau, wo er suchen muss: hinten links, im Abteil für Schlittenzubehör. Dort hängen – ordentlich aufgerollt – die Ersatz-Zügel für die Rentiere. „Da sind sie ja!“, flüstert er und zieht einen davon herunter. Das Leder fühlt sich fest und geschmeidig an, perfekt geeignet für den neuen Riemen.

Vedi kommt mit einem neuem Riemen für das Herz der Zeit zurück in die Uhrenkammer.



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20. Türchen

„Das müsste reichen“, murmelt er entschlossen. Einen Augenblick später steht er wieder in der Zeitkammer, wo Jara und die Uhrmacherin bereits auf ihn warten. „Das ging schnell!“, ruft Jara erleichtert. „Hoffentlich funktioniert es.“ „Wir müssen den Riemen zuschneiden und anpassen“, erklärt die Uhrmacherin und legt das Lederstück auf den Tisch. „Er darf weder zu locker noch zu straff sein – sonst hält es das Zahnrad nicht.“

Mit ruhiger Hand misst sie nach. „Vedi, halt hier fest.“ „So?“ „Ja, genau. Und Jara – gib mir bitte die Nadel aus dem Werkzeugkoffer.“ Sie nähen den Riemen gemeinsam mit kräftigen Stichen zusammen. „Wenn der hält, können wir das Herz wieder starten“, sagt sie und prüft die Naht. „Gut gemacht – er ist stabil.“ „Ich wusste, dass die Zügel stark genug sind“, sagt Vedi stolz. „Dann wollen wir’s hoffen“, antwortet die Uhrmacherin. Sie nimmt das neue Stück in ihre Hände, prüft es ein letztes Mal und nickt.

Rasch klettert sie die Leiter zum Zifferblatt hinauf. Vedi reicht ihr den Riemen. „Hier!“, ruft er und reicht ihn der Uhrmacherin. Mit geübten Handgriffen setzt sie den Riemen an die richtige Stelle in der Uhr. „Fertig. Jetzt muss nur noch der Notstopp-Hebel gelöst werden. Hilfst du mir, Vedi?“

Die Uhrmacherin setzt vorsichtig den von Vedi gelieferten neuen Riemen in die kaputte Uhr ein.



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21. Türchen

Gemeinsam drücken sie den Hebel. Für einen Moment geschieht nichts – dann erklingt ein tiefes, sattes TACK. Das Herz der Zeit beginnt langsam wieder zu schlagen. Erst sanft, dann kräftiger. Die Zahnräder greifen ineinander, der neue Riemen funktioniert perfekt. “Puh, da bin ich aber erleichtert”, sagt Vedi. “Ohne dich wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen!” “Euch beiden helfe ich immer gerne. Ihr habt das Herz am rechten Fleck!”, entgegnet die Uhrmacherin. Genau in diesem Moment betritt noch jemand die Zeitkammer.

Der Weihnachtsmann steht im Eingang – der Bart zerzaust, die Mütze schief, die Schultern hängend. „Ich… ich glaube, ich war der Grund für all das Chaos.“, sagt er beschämt. „Ich wollte doch nur, dass alles rechtzeitig fertig wird. Dieses Jahr sind so viele Helfer krank, und ich dachte, wenn ich die Zeit ein kleines bisschen manipuliere, wäre es leichter für alle. Ich wollte helfen… und hab’s nur schlimmer gemacht.“

„Ich hätte auf dich hören sollen.“, murmelt er leise und wendet sich an die Uhrmacherin. „Und damals… damals, als du mich gewarnt hast – da hab‘ ich dich noch beschuldigt. Das war nicht richtig.“, fügt er mit einem immer größer werdenden Kloß im Hals hinzu. Ein Moment der Stille folgt, in dem nur das ruhige Ticken der Uhr zu hören ist.

Die Uhrmacherin startet das Uhrwerk des Herz der Zeit durch einen Druck auf den Hebel erneut.



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22. Türchen

Er räuspert sich und sein Blick wird ernst. „Ich habe euch allen viel zugemutet. Ich war ungerecht – und zu feige, es zuzugeben.“ Die Uhrmacherin ist sichtlich berührt von seiner Entschuldigung.

„Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Aber man kann Dinge richtigstellen! Genau wie bei einer Uhr!“, entgegnet die Uhrmacherin augenzwinkernd. „Ich habe hier etwas für dich.“, sagt der Weihnachtsmann und zieht etwas aus seiner Tasche.

„Das ist der Schlüssel zur Kammer mit dem Herz der Zeit. Ab jetzt verschließen wir die Türe und der Schlüssel gehört dir allein. Willst du ihn annehmen und ab jetzt die Hüterin über unsere wichtige Uhr sein?“, fragt er aufgeregt. “Niemand kennt die Uhr besser als du!”

Die Uhrmacherin nimmt den Schlüssel vorsichtig entgegen. Einen Moment lang sieht sie ihn schweigend an – dann schaut sie zu Jara und Vedi. “Das heißt, du nimmst mein Angebot an?”, will der Weihnachtsmann wissen?

Der Weihnachtsmann hält einen Ersatzschlüssel zur Kammer mit dem Herz der Zeit in der Hand.



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23. Türchen

„Wie könnte ich da denn ‘nein’ sagen? Es ist mir eine Ehre! Aber ich glaube ich benötige dringend zwei fleißige Helfer. Ich muss mich schließlich auch noch um andere Uhren kümmern. Ich werde sofort einen Ersatz anfertigen“, sagt sie und bastelt im Handumdrehen einen kleinen Schlüssel.

Der Weihnachtsmann ist nun wirklich erleichtert. „Ich glaube, das Herz der Zeit ist wieder in guten Händen.“ „Im wahrsten Sinne des Wortes!“, kichert Vedi, als die Uhrmacherin ihm den kleinen Schlüssel überreicht. “Dann läuft ja jetzt alles wieder rund – im Kopf, im Herz und in der Zeit.“, sagt Jara. Der Weihnachtsmann lächelt: „Ich glaube, du hast recht, kleiner Ball.“

„Oh Schreck! Wir haben ja wirklich eine Menge Zeit verloren!“, ruft der Weihnachtsmann entsetzt. “Jetzt müssen wir uns ranhalten.” In Windeseile wird gepackt, gebunden und sortiert. Sogar die Uhrmacherin unterstützt die Weihnachtshelfer. „Na also!“, ruft der Weihnachtsmann schließlich erleichtert. „Alles fertig – und das, obwohl ich dachte, uns rennt die Zeit davon!“

Kurz darauf fahren sie im Schlitten durch die Nacht. Der Schnee glitzert, die Rentiere schnauben – es herrscht perfekte Weihnachtsstimmung. Vedi sieht Jara an – und grinst verschmitzt. „Pass auf!“ flüstert er und rollt ganz langsam rückwärts. Jara verkneift sich ihr Lachen und macht mit.

Vedi und Jara balancieren auf den Händen der Uhrmacherin. Vedi hält einen eigenen Schlüssel für die Kammer mit dem Herz der Zeit in seiner Hand.



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24. Türchen

„Oh nein! Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Was ist denn jetzt schon wieder kaputt?“, ruft der Weihnachtsmann laut in die Nacht. Jara prustet los, Vedi kugelt sich vor Lachen. „Keine Sorge! Wir wollten dich nur auf den Arm nehmen“. Der Weihnachtsmann lacht: „Ihr zwei seid ja schlimmer als jedes Uhrwerk.“

Später, zurück in der Spielzeugwelt, wartet die Uhrmacherin mit heißem Kakao und leckerem Weihnachtsgebäck. „Und? Alles geschafft?“ „Klar“, sagt der Weihnachtsmann stolz. „Am Ende kann ich auf meine Helfer immer vertrauen. Und auf dich auch, Frau Uhrmacherin! Ich wollte euch noch einmal sagen, dass ich sehr stolz bin, solche Freunde wie euch zu haben. Dass ihr mir meine Fehler verziehen habt, ist nicht selbstverständlich. Aber ich verspreche euch: Ab jetzt könnt ihr mir immer vertrauen und euch auf mich verlassen.” “Und wenn du mal nicht weiter weißt, fragst du uns in Zukunft gleich um Rat, okay? Zusammen haben wir bis jetzt immer alles auf die Reihe bekommen und die Geschenke rechtzeitig verteilt!”, sagt Vedi und zwickt den Weihnachtsmann in die Seite. “Und jetzt will ich auch Weihnachten feiern. Ich hab schon ein riesiges Loch im Bauch. Wo sind die Lebkuchen?”

Als würde es auch etwas sagen wollen, antwortet das Herz der Zeit mit einem warmen, zufriedenen TICK TACK.

Vedi und Jara springen vergnügt auf und ab und der Weihnachtsmann ist froh, alles geschafft zu haben.



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