Geschichte - Tag 15
„Das ist gar nicht so schwer! Wir brauchen ein leichtes, aber stabiles Grundstück für den Körper, eine präzise Spitze und eine feste Achse“, sagt die Uhrmacherin und leert den Werkzeugkoffer auf dem Boden aus. Dort liegen nun ein paar alte Teile – ein verbogener Kupferstab, eine gebrochene Stahlachse, mehrere kleine Zahnräder und eine verschrammte Halterung. „Nicht viel“, murmelt sie. „Aber vielleicht genug.“
Sie legt die Teile auf den Tisch und mustert sie sorgfältig. „Der Kupferstab taugt als Grundkörper. Er ist leicht und lässt sich gut bearbeiten. Aber die Achse… die ist unbrauchbar.” Jara betrachtet das krumme Stück. „Können wir sie nicht einfach kürzen?“ „Genau das tun wir“, sagt die Uhrmacherin, „reichst du mir die kleine Metallsäge?“ Mit geübten Bewegungen trennt sie das Ende ab, glättet die Kante und prüft den Winkel mit einem winzigen Lineal.
„Hier, das könnte als Ersatzspitze funktionieren“, ruft Vedi und reicht ihr ein dünnes Stück Messing, das er in einer Ecke entdeckt hat. Die Uhrmacherin nickt anerkennend: „Guter Fund!” Sie legt das Messingstück auf den Tisch, erhitzt es leicht mit einer Lötlampe und hämmert es vorsichtig in Form. „Da haben wir‘s!“, freut sich die Uhrmacherin – nichtsahnend, dass sie gleich vor einem neuen Problem stehen werden.
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